Hochzeitsvorbereitungen

Haben Sie schon Ihre Hochzeit geplant? Alle Vorbereitungen getroffen, arrangiert und versucht nichts zu vergessen? Gibt es eine Checkliste die man Punkt für Punkt abarbeiten kann?

 

Aus Erfahrungen, Berichten und Erlebnissen am eigenen Leib weis man wieviel Zeit und Aufwand in der Planung einer Hochzeit steckt, da wäre eine Liste mit allen Dingen die man braucht nicht schlecht. Wo beginnt man mit der Planung? Ich würde sagen mit dem Termin, doch der allein ist oft schon eine Herausforderung, an einem Tag is die Tante aus Hinterupfing bei der besten Freundin eingeladen, am anderen Tag hat der Opa keine Zeit weil ein Kartenspielduell der Pensionisten läuft, die Schwiegermutter ist auf Ausflug, der Bruder hat eine Firmenfeier usw. Man wird nie den perfekten und richtigen Tag für alle finden, weil immer etwas anderes ist. Deshalb ist es wichtig, dass man sich selbst einen Tag aussucht den man nehmen möchte, egal ob andere Zeit finden oder nicht. Denn es ist die eigene Hochzeit und nicht die der Verwandtschaft. Ist die Wahl des Tages getroffen gehts weiter, man muss den Standesbeamten informieren. Der will gleich alles an Unterlagen und Unterschriften was das Zeug hält. Ist das mal geklärt, steht zumindet der Tag inklusive Standesbeamten fest, dass aber noch die ganze Hochzeit zu planen ist, vergisst man leicht. Es müssen Einladungen geschrieben werden, das geht aber nicht weil man sich zuerst um ein Lokal kümmern muss, wo man mit der Familie nach der Trauung feiern möchte. Hat man eine Lokalität gefunden. muss man mit dem Wirt das Essen besprechen. Und da ist schon wieder das nächste Problem. Die Schwägerin mag kein Wild, der Bruder isst außer Schnitzel nichts, die Schwester hat'ne Allergie auf alles mögliche und schon schrumpft die Auswahl enorm.  Somit würden auch hier die Klassiker übrig bleiben, am besten man serviert einfach ein Schitzel mit Pommes.... Doch ist es das was man selbst will? Ich denke nicht, denn ein Schnitzel kann ich immer und überall essen und eine Hochzeit ist was besonderes also darfs auch mal was anderes sein. Somit mischt man das ganze quer durch die Bank, was gebackenes kommt für viele Brautpaare nicht auf den Tisch. Ich denke mir, wenn jemanden das Essen nicht munden sollte, dann kann er nach gerne nach Hause gehen... Denn wie sagt man so schön "es ist UNSERE Hochzeit". Wir als Brautpaar bestimmen was es zu Essen gibt, genauso wie wir bestimmen wen wir einladen. Auch hier können von links und rechts Beschwerden kommen, nicht locker lassen. Wenn man eine kleine Hochzeit will, dann feiert man die auch, selbst dann wenn sich die Eltern eine riesige Hochzeit wünschen, mit allen Verwandten und Bekannten die es auf der Welt gibt. Bleiben Sie stark, Sie feiern Ihre Hochzeit, nicht die von den Eltern. Somit Ihre Hochzeit, Ihre Entscheidung. Selbst dann wenn es das in der Geschichte Ihrer Familie noch nicht gegeben hat, dass nicht der ganze Clan eingeladen ist - es gibt für alles ein erstes Mal!

 

Wenn man das dann mal hat, ist schon mal der erste Schritt getan. Jetzt braucht man noch einen Anzug, ein Kleid, einen Brautstrauß, Blumen, Ringe, Hochzeitstorte, Brautauto, Fotograf, Friseur,... eventuell auch Dekoration für das Lokal wenn man was besonderes möchte. Gastgeschenke, Musik sollte man planen, was läuft am Standesamt, zu welchen Song tanzen wir. Sollen dann noch Blumen auf's Auto kommen, oder Mascherl für die anderen Gäste, braucht man auch bei einer kleinen Hochzeit eine Sitzordnung, oder wie wärs mit Keksen,.... es schwirrt einem soviel im Kopf herum, dass man sich irgendwann gar nicht mehr auskennt.

 

Als meine Arbeitskollegin im Vorjahr geheiratet hat, hab ich mich oft gefragt warum sie so ein riesen Trara aus dem ganzen macht und wie zeitig sie begonnen hat zu planen. Jetzt wo meine beste Freundin geheiratet hat und ich viele Dinge mitbekommen habe, wurde mir so einiges klar... Da ich nun aber selbst meine eigene Hochzeit plane merke ist erst, auch wenn man nur standesamtlich im kleinsten Kreis der Familie heiratet, wie schwierig das ganze ist.

 

Ich wollte es irgendwie allen Recht machen, auf die Bedürfnisse und Wünsche der anderen eingehen und eigentlich für sie die Hochzeit feiern, doch dann merkte ich, dass es nicht das ist was ich will. Von Anfang an wollte ich eine kleine romantische Hochzeit im kleinen Kreis, kein Megaevent mit 150 Leuten. Meine bessere  Hälfte ermutigte mich dann, einfach zu sagen "Ich will das nicht" und im Endeffekt bekomme ich jetzt genau die Hochzeit die ich möchte. Die wichtigsten Personen sind dabei und das reicht mir. Die Eltern, Großeltern, Geschwister und Trauzeugen - mehr brauche ich nicht. Denn sie lieben mich, sind immer für mich da und stehen bei jeder Entscheidung hinter mir.

 

Heute sinds genau noch drei Monate und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, ich schreibe mir überall alles auf sobald mir etwas einfällt, weil ich trotzdem möchte, dass nichts fehlt. Hier ist mein Drang zum Perfektionismus leider etwas fehl am Platz, denn eine Hochzeit läuft nie so ab, wie man sie plant oder sich wünscht.

 

Vorige Woche hatten wir einen richtig guten Lauf, am Samstag waren wir in Hollabrunn wegen der Hochzeitstorte, zum Glück war das Datum noch frei sonst hätte es nichts Süßes geben. Erstaunlich, dass die Torte genau so aussieht, wie ich es mir wünsche. Bis ins kleinste Detail konnte ich mir alles aussuchen, einfach unfassbar. Man ist einfach nur glücklich. Gegenüber gibt's ein bezauberndes Blumengeschäft und mein Zukünftiger meinte, dass wir ja mal schauen können. Auch die Dame dort war Gold wert, denn ich habe ihr gesagt was mir vorschwebt, wie ich den Strauß gerne hätte und zack auch das erledigt. Weils so gut lief fuhren wir dann nach Horn weiter um in dem Brautmodengeschäft zu fragen wie es aussieht mit Terminen. Ich hab mir ja im Vorhinein schon ein paar Kleider angesehen und wollte mich dort einfach mal umsehen. Die Damen dort stecken mich dann gleich, einfach mal so in ein paar Brautkleider. Termin war am Samstag und ich hab den Tag dort mit meiner Mama sehr genossen, wir hatten richtig viel Spaß und ich habe mein Traumkleid gefunden...

 

Ringe haben wir uns auch schon ausgesucht, das hat vielleicht lange gedauert... gleich so lange, dass sogar der Besitzer des Juweliergeschäfts merkte, dass ich Hunger hatte. Das knurren meines Magens war wohl nicht zu überhören. Ich glaube wir haben gefühlte 100 Ringe probiert. Letztendlich haben wir uns dann für was traditionelles, aber sehr modernes entschieden.

 

Von Tag zu Tag bin ich immer ein kleines bisschen aufgeregter, es macht Spaß alles zu planen und zu organisieren. Vorallem dann wenn man das bekommt was man möchte. Ich freue mich schon jetzt auf den Tag und bin mir sicher, dass es der schönste Tag meines Lebens sein wird! Nicht nur weil alles so wunderbar klappt, sondern auch weil der wichtigste Teil meines Lebens dabei ist und ich den Mann heirate der alles für mich ist. Ich dachte nie, dass mir sowas mal passieren würde....