Corona und die Wirtschaft

Aktuell geht's in unserem schönen Land ja drunter und drüber. Augangsbeschränkungen und Schutzmasken gehören nun zum täglichen Leben. Die Angst sich mit dem Virus zu infizieren ist bei vielen groß. Doch für manche ist die Angst eines wirtschaftlichen Schadens oder eines Konkurses größer. Zurecht?

 

Unser Bundeskanzler hat Maßnahmen gesetzt die für uns alle neu sind. Niemand von uns ist es gewohnt, seine Freunde oder Eltern nicht zu besuchen, keine eine Shoppingtour zu machen, keine Besuche in einer Therme zur Entspannung, nicht zum Friseur gehen zu können oder auf Maniküre und Pediküre verzichten zu müssen. Wenn wir uns ehrlich sind, sind das alles Dinge die für uns selbstverständlich waren. Wir haben einen gewissen Luxus den wir leben und das kann niemand von uns abstreiten - und das ist auch in gewisser Weise gut so, denn sonst würde es keine Selbstständigen geben. Jetzt stellt diese Situation viele Selbstständige auf eine harte Probe. Kleine regionale Unternehmen kämpfen momentan um ihre Existenz und es ist nicht einfach.

 

Man bietet auch uns kleinen die Möglichkeit an ein wenig Geld zu erhalten, indem man einen Antrag bei der WKO stellt. Auch ich habe Umsatzeinbußen, denn im Vorjahr, hatte ich im März eine Frühlingsausstellung, war auf zwei Ostermärkten und vor Muttertag hatte ich ebenfalls nochmal geöffnet. All das fällt heuer aus. Die Ostermärkte wurden abgesagt und Ausstellungen sind auch tabu. Tut es weh, JA. Natürlich bin ich nicht wirklich angewiesen auf diese Einnahmen, aber es erleichtert das Leben dennoch sehr. Vorallem jetzt in der Karenz, wo man ja genrell sehr wenig Geld erhält, war ich dankbar über mein Hobby. Denn so kann ich meinen Mann bei den monatlichen Zahlungen ein wenig helfen, so der Plan... Aktuell sieht die Welt leider anders aus. Ich hab vor meiner Schwangerschaft für eine Frau ausgesprochen gut verdient, das Karenzgeld jetzt war schon ein harter Schlag, aber jetzt wo es nicht mal wirklich möglich ist, etwas Geld mit meinem Hobby zu verdienen, macht die Situation natürlich nicht leichter. Ich bin so dankbar, dass mein Mann einen System-erhaltenen-Job hat, sodass man ihn nicht in Kurzarbeit schickt, denn sonst wüssten wir wirklich nicht wie wir über die Runden kommen würden.

 

Dieses Problem mit "über die Runden" kommen, haben aber leider viele Österreicher und man kann aktuell nicht wirklich was dagegen tun. Der wirtschaftliche Schaden der dadurch entsteht wird riesig sein, und ich befürchte, dass dies zur Folge hat, dass das Leben nach der Krise teurer werden wird. Aber wie soll man sich das dann noch leisten wenn es soweit kommt? Viele sitzen zu Hause, wurden in Kurzarbeit geschickt oder gleich arbeitslos gemeldet. Für jene ist es extrem schwierig die derzeit anfallenden Kosten zu bezahlen, was wenn dann wirklich alles teurer wird, dann wäre das nochmal eine Katastrophe oder?

 

Aktuell wird ja viel Werbung für diesen Härtefonds gemacht. Da auch ich Einbußen habe, habe ich mir gedacht, ich bentrage diesen auch. Tja und dann die große Überraschung... Obwohl er für Kleinunternehmen und dergleichen gilt, muss man dennoch einen Mindestumsatz haben um ihn beantragen können. Und bei Gott, ich habe nie im Leben einen Umsatz von über € 5.000,-- im Jahr. Für das ist die Nachfrage viel zu klein und ich zu unbekannt. Somit hat sich der Fonds für mich erledigt, bekomme ich Geld?! Nein, weil ich zu wenig einnehme. Somit bekomme ich keine Unterstützung, ich hoffe nur, dass es nicht vielen so geht wie mir. Es wird ab Mitte April wahrscheinlich möglich sein auch ohne Mindestgrenze den Antrag zu stellen, ob das dann wirklich so klappt... Ich bin gespannt.

 

Die Krise derzeit hat mich dazu ermutigt den Online-Shop wieder zu aktivieren, ob es sich rendiert kann ich noch nicht sagen, aber ich hoffe. Vorallem da ich wirklich meine Zeit genutzt hab und soviel wie möglich gebastelt habe, großteils für Ostern. Und mit einem fast 6 Monate alten Kind, könnt ihr euch sicher vorstellen, wieviel Zeit man hat. Jetzt bleibe ich auf die tollen Produkte sitzen und um diese dennoch unter die Leute zu bringen, gibt's den Online-Shop. Jetzt wo wir alle nicht raus dürfen/sollten nutzen viele, inklusive mir, verschiedene Online-Shops. Ich achte aber darauf, regional zu kaufen. Warum? Einen Großhändler wie Amazon macht die Krise nichts aus, einen kleinen aber schon. Es gibt in Österreich soviele tolle Unternehmen mit wunderbaren Produkten, ja vielleicht sind sie ein bisschen teurer, aber das Geld bleibt im Land und hilft auch den kleinen Unternehmen in der schwierigen Situation über die Runden zu kommen. Wenn ich ein Haarshampoo brauche, dann bestell ich es nicht übers Internet, sondern ich nehme Kontakt zu meiner Friseurin auf und kaufe es bei ihr. Denn so unterstütze ich sie. Ich hamstere keine Konservendosen oder verpackte Wurst von einem großen Lebensmittelgeschäft, nein ich gehe zum Fleischhauer im Ort und kaufe dort ein, denn auch diese Unternehmen sind betroffen.

 

Es ist eine extrem schwierige Zeit für uns alle, keiner kann damit umgehen, da es sowas noch nicht gab. Wir versuchen alle das beste draus zu machen und das ist gut so. Wenn wir uns jetzt noch an der Nase nehmen und sich im Internet schlau machen, welche Unternehmen es in der Gegend gibt und was sie anbieten unterstützen wir uns gegenseitig. Wir müssen einander helfen, damit es jeden gut geht und sich der Schaden so gering wie möglich hält.

 

Daher meine Bitte, kauft regional. Es gibt sooo tolle Firmen in eurem Umkreis die nur mit eurer Unterstützung weiterhin bestehen können. Nur zusammen können wir das schaffen.

 

Bleibt gesund!